Verschiedene Organisationen unterhalten Rettungshundestaffeln. Hier zitieren wir das Deutsche Rote Kreuz

"Der Rettungshundeführer ist als Helfer des Sanitätsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes Mitglied der jeweiligen DRK-Bereitschaft. Er nimmt am Dienst in seiner DRK-Bereitschaft wie alle anderen teil, wobei zu berücksichtigen ist, dass Rettungshundeführer ein zeitaufwendiges Ausbildungs- und Trainingsprogramm mit Ihrem Rettungshund durchzuführen haben und ihnen daher die Möglichkeit hierzu anstatt anderer Dienste weitestgehend eingeräumt werden muss. Der Rettungshund ist Eigentum des Rettungshundeführers, mit dem er ein Team bildet."

Der Springer ist mit seiner körperlichen Konstitution besonders gut für diese Arbeit geeignet. Wird die lange und aufwendige Ausbildung mit einer Prüfung erfolgreich abgeschlossen, muss diese in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um die Einsatzfähigkeit zu belegen.

Wir sind sehr stolz auf Popcorn (Felicitous Jersey) aus unserem J-Wurf, der im Team mit seinem Menschen Nicole Gehse, der Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuz - Nürnberger Land angehört. Das Team hat schon erfolgreich Menschenleben gerettet und so gehört diese Arbeit sicher zu den sinnvollsten Betätigungsfeldern für einen ambitionierten Springer.


27. März 2021

Popcorn (Felicitous Jersey) besteht mit Nicole Gehse seine Prüfung zum Rettungshund DRK. Nicole's Bericht:

Fast pünktlich zum dritten Geburtstag hat Popcorn seine erste Flächenprüfung bestanden und trägt nun offiziell den Titel „Rettungshund des DRK“. Für Interessierte möchte ich ein wenig über unsere Arbeit berichten.

 

So ein Prüfungstag verlangt sowohl vom Hund als auch vom Hundeführer einiges ab. Nach sehr frühem Aufstehen und meist langer Anfahrt zum Prüfungsort absolviert der Hundefürer zunächst seine theoretische Prüfung und erst danach geht's mit der Praxis weiter.

 

Die erste Hürde ist eine Verweisübung. Dabei muss eine auf einer Wiese liegende Person vom Hund angezeigt und im Anschluss vom Hundeführer mit Erste-Hilfe-Maßnahmen versorgt werden, während der Hund abliegt. Der Prüfer beobachtet dabei permanent den Hund in seiner Arbeit. Gewünscht ist ein „guter“ Abstand zur Person, kein Bedrängen, Kratzen oder gar Überlaufen. Der Hund muss unter allen Umständen bei der aufgefundenen Person bleiben und darf sich keinesfalls wieder entfernen. Bewertet wird die ganze Prüfung im Schulnotensystem und für diese Aufgabe bekam Popcorn die Note 2.

 

Nächste Aufgabe: Die Unterordnung. Sie ist zusammengesetzt aus Freifolge, Sitz, Steh und Platz aus der Bewegung, Gefolgt von einer Begegnung mit einer Personengruppe mit und ohne Hund. Anschließend wird das Voran mit anschließendem Stopp, die Ablage außer Sicht und das Tragen des Hundes durch eine Fremdperson geprüft.

Auch diese Prüfungsstation haben wir toll gemeistert und die Note 3 bekommen.

 

Danach heißt es erst mal warten - „Der Wald ruft“: In einem Suchengebiet, welches 30.000 m² hat, werden zwei Versteckpersonen „ausgelegt“. Vor der Suche gilt es sich mit Karte und Kompass im zugeteilten Suchgebiet zurecht zu finden und anhand des Windes die optimale Suchtaktik festzulegen. Ab dem Zeitpunkt, an dem der Hund zur Suche angesetzt wird, hat man 20 Minuten Zeit, um die zwei Versteckpersonen zu finden. Diese müssen dann ebenfalls sanitätsdienstlich versorgt werden. Bereits nach wenigen Minuten hatte Popcorn beide Personen gefunden und anstandslos angezeigt.

 

Mit Stolz kann ich nun sagen, dass Popcorn ein geprüfter Rettungshund ist und nun auch in regelmäßige Einsätze gehen darf. Die Ausbildung beginnt im Welpenalter und ist sehr aufwendig, wobei man die vom Züchter mitgegebene Prägung und Aufzucht nicht unterschätzen darf.

 

Susanne hat mir für diese Arbeit (und nicht nur dafür!) den richtigen Hund ausgesucht, er ist von klein auf furchtlos, ohne dabei kopflos zu sein. Außerdem hat er eine tolle Nase und viel Spaß dabei, sie zu benutzen. Es macht einfach riesigen Spaß mit ihm zu arbeiten und ich will ihn nicht mehr missen.

Danke an den Kennel Felicitous für diesen tollen Hund.

 

Nicole Gehse & Popcorn


Popcorn (Felicitous Jersey) arbeitet in der DRK Rettungshundestaffel. Heutige Trainingsaufgabe: Das "Opfer" befindet sich auf einem drei Meter Hochstand, der nach unten geschlossen ist, nur die Sehschlitze sind offen. Er hat das Opfer längst in der Nase, wundert sich wahrscheinlich nur, dass sie neuerdings oben in den Bäumen hocken und zeigt schließlich an...