Prüfungen & Seminare

Felicitous Bandit „ BAXTER“ und die

Arbeitsprüfung Dummy des DRC in der Anfängerklasse

Am Samstag dem 25.03.2017 um 09.00 Uhr war es endlich soweit, unser Baxter legte nach gut 18 Monaten Training beim DRC seine Dummyprüfung A ab.

Als Gelände wählte der Sonderleiter ein uns schon bekanntes Gebiet, in der Nähe der Ortschaft Trebbin aus. Zunächst erfolgte eine kurze Begrüßung des Sonderleiters, gefolgt von einer kurzen Ansprache der Richterin Frau Herta Rudolph.

Wir bekamen von den insgesamt 7 gemeldeten Hunden die Startnummer 5 zugewiesen und begaben uns zunächst in den Wartebereich, während der Sonderleiter mit den Helfern und der Richterin die erste Aufgabe vorbereiteten.

Hierbei handelte es sich um eine frei verloren Suche, wobei es sich bei dem Suchengebiet um ein Waldstück, mit teilweise hüfthohem Bewuchs und verschiedenen Strauchwerk handelte. Hier wurden auf einer Fläche von ca.50 x 50 Metern insgesamt 5 Dummys (500g) ausgelegt. Die Aufgabe bestand darin mindestens drei der Dummys zu apportieren, dem Richter war es aber überlassen ggf. weitere Apporte des Hundes zu fordern.

Nachdem ich Baxter in das Suchengebiet schickte ging er sehr zügig und freudig seiner Arbeit nach und brachte in kurzer Abfolge die drei geforderten Dummys. Leider machte ich bei einer der Abgaben einen kleinen Fehler, welches mit dem Abzug von zwei Punkten bestraft wurde.

Die zweite Aufgabe bestand aus einem sog. „Appell“.

Hierbei geht der Hundeführer mit seinem frei bei Fuss laufendem Hund und dem Richter über ein Feld. In einer Entfernung von ca 20-30 Metern gehen ein Werfer und ein Schütze, welcher auf Geheiß des Richters mit seiner Flinte einen Schuss abgibt und im Anschluss durch den Werfer ein Dummy geworfen wird. Es handelt sich hierbei um das Nachstellen einer Jagd auf Flugwild, wobei der Dummy das vom Himmel fallende Stück darstellt.

Vom Hund wird in dieser Situation erwartet, dass er trotz des hohen Reizes ruhig an der Seite des Führers bleibt und nicht „Einspringt“. Nach erfolgtem Schuss und Wurf des Dummys gehen alle Beteiligten auf Zeichen des Richters weiter und es wird nach erneuter Freigabe abermals mit der Flinte geschossen, ohne das jedoch ein zweiter Dummy geworfen wird.

Die Schwierigkeit in dieser Übung liegt in mehreren Punkten. Erstens der Hund muss korrekt an der Seite des Führers laufen und dem Geschehen um ihn herum aufmerksam folgen.

Zweitens muss der Hund „Steady“ sein – also Ruhe bewahren und darf nicht einspringen.

Drittens er muss sich die Fallstelle des Dummys (Flugwild) merken.

Viertens er darf sich durch den zweiten Schuss nicht verleiten lassen.

In unserer Übung meisterte Baxter alle Vorgaben hervorragend und apportierte ohne Zögern den Dummy, welcher durch den Werfer hinter einen kleinen Hügel mit Strauchwerk geworfen wurde.

Offensichtlich erledigte er die Aufgabe sehr gut, da ihm der Richter hier die volle Punktzahl gab.

Bei der dritten Übung handelt es sich auch wieder um das Nachstellen einer jagdlichen Situation, auch hier wurde mittels Flinte ein Schuss abgegeben und durch den Werfer ein Dummy in hohem Bogen in ein Wiesenstück mit kniehohem Bewuchs geworfen.

Die Aufgabe des frei bei Fuss sitzenden Hundes bestand abermals darin Steadyness zu zeigen, und nicht einzuspringen. Weiterhin soll er sich den Fallort des Dummys merken, ihn also „markieren“ obwohl das Gelände so gewählt wurde das weder Hund noch Hundeführer einen Orientierungspunkt hatten. Die Fallstelle des Dummys lag in einer Entfernung von mindesten 35 Metern.

Auch diese Landmarkierung arbeitete Baxter ohne Fehl und Tadel und erreichte auch hier die volle Punktzahl.

Die letzte und wohl für unsere wasserverrückten Spaniels schwerste Aufgabe war eine Wassermarkierung. Wie schon bei der Landmarkierung wirft der Werfer nach erfolgter Schussabgabe einen Dummy auf ein Gewässer. Die Entfernung liegt bei etwa 20 Metern, der Dummy schwimmt hierbei sichtig auf dem Gewässer.

Problem hier, wie auch zuvor, der Hund muss trotz des Schussreizes, trotz des fliegenden Dummys und trotz des Platschens beim Eintauchen des Dummys „Steady“ sein und nicht einspringen.

Ein Einspringen hätte hier, wie auch in den Übungen zuvor, die Folge das die gesamte Aufgabe mit Null Punkten bewertet und somit die gesamte Prüfung nicht bestanden wäre. Baxter blieb gelassen und zeigte die gewünschte Steadyness. Auf mein Kommando legte er die ca. 4 Meter zum Wasser zurück, nahm das Wasser sehr gut an und apportierte den Dummy.

Wie schon befürchtet, verspürte er aber nach dem Verlassen des Wassers einen hohen Reiz sich zu schütteln. Er legte also das Dummy ab, schüttelte sich, nahm das Dummy wieder auf und brachte es.

Nun ja, im Endeffekt das was er also machen sollte , nur halt nicht ganz so wie es gewünscht ist und die Regeln es vorsehen. Hier hätte er sich nicht schütteln dürfen und den Dummy hätte er nur zwecks Griffverbesserung ablegen dürfen.

Es gab also einen Punktabzug in Höhe von 5 Punkten, somit erreichte Baxter hier nur 15 Punkte aber immerhin und das war das Wichtigste – Die Prüfung war bestanden.

Alles in allem war es ein toller Tag und Baxter hat seine Sache toll gemacht.

 

Die Punkte im Einzelnen:

Aufgabe 1- Suche 18 Punkte von 20

Aufgabe 2 - Appell 20 Punkte von 20

Aufgabe 3 - Landmarkierung 20 Punkte von 20

Aufgabe 4 – Wassermarkierung 15 Punkte von 20

Gesamtpunktzahl 73 / Prädikat - Sehr Gut

 

Liebe Grüße

Manuel und Baxter

Und wir senden einen ganz herzlichen Glückwunsch

für diese tolle Leistung an das Berliner Team!

Wir sind stolz auf Euch!!

Bericht: Manuel Kauffmann

Bilder-Copyright: www.golden-bumblebee.de


Workingtest des JSpKs am 25. März 2017 in Berlin

"Mister Dummy" Felicitous Dempsey war auch fleißig und hat sich einer Leistungsabfrage mit einer Teilnahme an einem Workingtest des JSpK gestellt. Da das Fach "Buschieren" noch nicht wirklich Thema seines Trainings war, entschied sich seine Martina für die Schnupperklasse ohne dieses Prüfungsfach. Gerichtet wurde der Test von Sandra Kreibisch.

 

Hier nun der Bericht von Martina Kauffmann zu ihrem ersten Workingtest:

Angefangen wurde mit der Freiverlorensuche im Wald. Der Hund sollte mindestens 2 Dummys aus dem Suchengebiet bringen. Volle Punktzahl gab es allerdings nur, wenn ein Dritter abgeliefert würde. Mein kleiner Mann war nach der Warterei voll motiviert, fand zügig das erste Dummy und war so begeistert endlich arbeiten zu können, dass er eine großzügige Ehrenrunde mit Dummy hinlegte. Brav lieferte er es dann ab und wurde danach noch zweimal von mir ins Suchengebiet geschickt, diesmal lieferte er ohne Freudenrunde schnell und tadellos ab. Laut Richterin war die Ehrenrunde "teuer", aber Dempsey hat super gearbeitet und ich war happy.

 

Zur 2. Aufgabe stiegen wir alle ins Auto und fuhren zu einem Feld. Hier sollte die Steadyness und das Markieren geprüft werden. Nacheinander sollten 2 Markierungen gearbeitet werden. Eine sollte der Hund holen, die andere der HF. Die Aufgabe wurde ohne Probleme gelöst und war ruckzuck erledigt.

Auch zur 3. Aufgabe mussten wir wieder ins Auto steigen. Memory Mark und Freifolge wurden diesmal geprüft. Eine Markierung wurde geworfen, dann sollte man sich mit Hund um 180 Grad drehen und mit dem frei bei Fuß laufenden Hund vom Dummy ca. 10m entfernen. Dann wieder umdrehen und nach Freigabe durch den Richter sollte das Dummy geholt werden. Auch hier machte Dempsey laut Richterin eine gute Figur, wobei er die Fußarbeit eigentlich besser kann…

 

Die letzte Aufgabe bestand erneut aus einer Markierung und einer anschließenden kleinen Suche. Auch diese Markierung wurde von Dempsey ohne Probleme ordnungsgemäß abgeliefert. Danach sollte man sich wieder um 180 Grad drehen und den Hund in eine kleine Suche in dichtes Gestrüpp schicken. Das Gebüsch nahm er sofort an, verfing sich mit den Fahnen aber ein wenig darin. Er fand das Dummy zügig, um sich aber nicht wieder zu verheddern nahm er einen klitzekleinen Umweg, lieferte dann aber brav das Dummy ab.

 

Ich war super zufrieden mit unserer gemeinsamen Arbeit. Wir erreichten in der Schnupperklasse ein „bestanden“ und den 8. Platz (von 8!!), mit 52 vom 80 Punkten. Leider war die Ehrenrunde zu Beginn wirklich sehr teuer – es wurden alle 20 Punkte gezogen, also wurde es überraschenderweise eine Null.

Fazit: Dempsey und ich sind auf dem richtigen Weg - er hat alle Aufgaben gelöst und wir beide hatten dabei sehr viel Spaß zusammen.


11. Oktober 2015

Workingtest & Pfostenschau des DRC e.V. in Jüterborg

Die Hauptstadtspringer erschnupperten ihren ersten Workingtest in Berlin. Hier der Bericht von Martina Kauffmann:

Wir nehmen schon seit einiger Zeit am DummyTraining des Deutschen Retiever Clubs teil. Wir haben beim DRC eine super Trainerin gefunden, die uns nach Abschluss des ersten Anfängerkurses angeraten hatte, unser "Können" in einem Workingtest einmal zu prüfen - nur um einmal zu sehen, wo man selbst steht.

 

Obwohl ich nicht der Ansicht war, gleich an einem Test teilnehmen zu müssen, setzte mich mein Mann Manuel eines Abends davon in Kenntnis, dass er uns beide zum FLÄMING CUP angemeldet hat. Dieser sollte am 11.10.2015 in Jüterborg, 70km vor den Toren Berlins, stattfinden. Es handelte sich dabei eigentlich um einen "Pfostenschau und Interner Workingtest", da der eingeladene Richter aber keine Spaniels richten konnte, blieb es für uns beim "Working Cup".

Eingeladen waren 2 renommierte Richter (..und auch Züchter) des DRC. Zum einen Mario Hickethier und zum anderen Wolfgang Vergiels.

Fotos: U. Pitzing
Fotos: U. Pitzing

Bei frostigen 0 Grad Celsius und einen starken, kalten Wind trafen wir uns bei strahlendem Sonnenschein früh um 8:30 mitten in der Pampa. Nach kurzer Begrüßung ging‘s dann auch schon los. Zwei Gruppen wurden parallel gerichtet. Zum einen die Veteranen (nur 6 Hunde) und wir, die "Schnupperer".

Ingesamt bestand unsere Gruppe aus 15 Teilnehmern, mehrere Labbis und Goldens, aber auch ein Curly und ein Flat Coated Retriever........und dann die beiden EXOTEN Baxter und Dempsey. Unsere Befürchtungen, dass wir dort als "Nicht-Retriever-Besitzer" als "Außenseiter" starten, verflüchtigten sich innerhalb weniger Momente - alle waren super nett.

Hier die sechs Aufgaben, die uns gestellt wurden:

1. Eine Markierung vor der Wasserlinie - versteckt in Schilf (wirklich gar nicht zu sehen!)

2. Eine Markierung ins Wasser (....brrrrrrr......), allerdings durch einen dicht bewachsenen Schilfgürtel hindurch - "Wasser" war auch nicht zu sehen

3. Ein Walk-Up mit 2 Marks für 2 Hunde (für jeden Hund eins)

4. Eine Freiverlorensuche über eine Wiese in ein ca. 1,5 m hohes, dichtes Gestrüpp (3 Dummys lagen aus, einer sollte gebracht werden)

5. Eine lange, hintereinander liegende Doppelmarkierung (ca. 60m und 30m) und direkt im Anschluss daran...

6. Eine Freiverlorensuche auf einer ca. 60cm hohen Unkrautwiese - selbst bei genauem Hinsehen und eigentlich dicht vor dem ausgelegten Dummy stehend, war dieser für den Hundeführer nicht zu erkennen.

Nach jeder Prüfungsaufgabe bekamen jeder Einzelne von den Richtern eine ausführliche Rückmeldung – was super war oder woran es noch zu arbeiten gilt.

Interessant für uns war, wie die unterschiedlichen Hunderassen die ihnen gestellten Aufgaben ganz unterschiedlich lösten. Zu beobachten war, wie z. B. die Retriever fast ausschließlich mit den Augen arbeiten, wohingegen unsere Spaniels die Nase einsetzen. Mit den langen Marks hatten die Retriever fast gar keine Probleme, die Spaniels schon - nach ca. 30m gingen beide Jungs in den Suchenmodus über. Anders bei der Freiverlorensuche: die Retriever irrten umher, die Springer spürten das Dummy sofort auf und brachten es.

 

Um 8:45 ging‘s richtig los und um ca. 15:00 waren wir dann fertig.....im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Nachmittags, nach den "Dummy-A-Prüfungen", sollte dann die Siegerehrung stattfinden. Da wir aber mit unseren Jungs "nur" am Workingtest teilgenommen hatten und nicht auch an der "Pfosten-Schau" (Show), bekamen wir zeitiger unsere Beurteilung und Urkunden und wurden entlassen, allerdings mit dem Hinweis, dass wir uns doch hoffentlich beim nächsten Test wiedersehen.

 

Wir sind beide ganz stolz auf unsere Jungs, denn beide haben eine Urkunde mit der Beurteilung "Sehr Gut" bekommen. Laut Prüfungsordnung des DRCs wird bei Erreichen von bei 80-90% das Prädikat "Sehr gut" vergeben (<50% gilt als nicht bestanden). Besonders hervorgehoben haben die Richter in dem Test die Unerschrockenheit, mit der die Jungs ins Unterholz sprangen, das ausdauernde Suchen und insgesamt ihre Arbeitsfreudigkeit. Punkte gab es bei diesem Test keine, da es sich um einen "Schnuppertest" handelte

Es war ein sehr gelungener Tag mit netten Leuten und ebenso netten Hunden!!!

Es grüßen Martina & Manuel Kauffmann mit den beiden Hauptstadtspringern Baxter & Dempsey


03. & 04. Oktober 2013

2. Dummyleistungstest für Spaniels der LG Nordmark - Jagdspaniel-Klub e.V.

Der letzte Dummyleistungstest in diesem Jahr lockte uns nach Tensfeld in Schleswig-Holstein. Die LG Nordmark hatte gerufen und 27!! Teams stellten sich den erfahrenen Dummyleistungsrichtern des Deutschen Retrieverclubs: Carsten Schröder (JGHV Verbandsrichter) und Irmelin Barckhausen.

 

Wir hatten Clooney in der 1. Stufe und Charmin in der 2. Stufe gemeldet. Weder Wetter noch Gelände ließen Wünsche offen - die nette Gesellschaft aus vielen interessierten Spanielleuten rundete das Ereignis! Unsere werdende Mama Lotta durfte uns begleiten - sichtlich zufrieden behielt sie den absoluten Überblick und genoss die inflationären Sonnenstrahlen.

 

Sabine wagte ihren ersten Prüfungsversuch (nicht so ganz freiwillig ;o)) mit unserem Clowny-Clooney. 17 Teams waren in seiner Stufe gemeldet, also ein riesen Starterfeld mit entsprechenden Wartezeiten.

 

Für Clowny-Clooney wurde die Wartezeit zur echten Geduldsprobe und als er und Sabine endlich mit der Startnummer 15 aufgerufen wurden, nahm er sich vor, all seine Kreativität zum Besten zu geben... Dadurch kassierte er ein paar Punktabzüge, doch alles in allem hat er seine Aufgaben hochmotiviert und komplett abgearbeitet. Keine Nullrunde, alle Punkte im oberen Bereich - was will man mehr? Vielleicht ein wenig mehr Ernsthaftigkeit? Nun, so weit ist er noch nicht, für ihn ist das alles noch eine große Party. So what - beiden Richtern gefiel sein Tempo und sein Style sehr, Sabine erntete viel Lob - das motiviert!!

 

Schließlich konnten Sabine und Clooney den 3. Platz in ihrer Klasse erreichen!!! Glückwunsch!

 

Geprüft wurden in dieser Klasse Freiverlorensuche, Einzelmarkierung, Einweisen und Wasser. Hier die offizielle Punkteliste.

 

Charmin hatte wieder KEINEN Clown gefrühstückt - sie ist wesentlich ernsthafter bei der Arbeit und versucht mir ALLES recht zu machen. In ihrer Klasse wurde zusätzlich noch das Buschieren abgefragt und aus der Einzelmarkierung wurde eine richtig schöne Doppelmarkierung, das Einweisen war schwieriger als bei den Erstklässlern und die Freiverlorensuche etwas anspruchsvoller, wobei das Gelände für Charmin deutlich zu einfach war. Sie konnte gar nicht glauben, dass die Dummys nicht so gut versteckt waren, wie wir es im Training handhaben...

 

Sie räumt das Feld immer von hinten nach vorne und von außen nach innen auf und fiel fast über die Sandsäckchen. Der Richterin gefiel ihre Eifrigkeit und das Tempo ausgesprochen gut. Ich hätte mir an diesem Tag das T-Shirt (am besten in PINK) mit der Aufschrift "Das hat sie ja noch nie gemacht" anziehen können, denn sie brachte sehr schön, setzte sich und (Trommelwirbel) legte das Dummy vor sich ab. Ich glaube ja, dass ich ziemlich bescheiden geschaut haben muss... Das kostete einige Punkte, nur gut, dass sie das Dummy ohne Aufforderung sofort wieder aufnahm und brav hielt, bis ich es annahm.

 

Das Einweisen arbeitete sie wie an einer Schnur gezogen, fand sofort und brachte es aber mit so einem Tempo, dass sie es nicht schaffte bei mir anzuhalten. Die Bremsspuren werden sicher noch einige Zeit zu sehen sein *LOL*... aus diesem Grund vermissen wir einen Punkt.

Das selbe passierte auch nochmal beim Doppelmark. Der erste fiel in etwa 50 Metern Entfernung auf einem sanft ansteigenden Hügel im hohen Gras, das zweite auf einem hohen Sandhügel mit Dünenkamm. Dieses arbeiteten wir zuerst, als sie heruntersauste, hatte sie wieder Mühe mit dem Anhalten, schaffte es gerade noch so... Beim zweiten ging es etwas besser. Der Richter hatte sichtlich Spaß an dieser Rennsemmel, zog ihr aber für ihre halsbrecherischen Landeanflüge ein paar Punkte ab - damit kann ich aber sehr gut leben!

 

Beim Wasser war sie schon aufgeregt, als wir noch 100 Meter entfernt waren - ohje, das kann ja was geben, dachte ich. Sie stand beim Wassermark sehr unter Strom, ich musste schon ziemlich eindringlich darum bitten, mit mir umzudrehen, weil die Aufgabe hieß: Nach dem Mark vom Wasser entfernen und erst nach Richterfreigabe zum Apport. Alles klappte bis auf die letzten zwei Meter vor mir hervorragend, dann aber legte sie leider kurz ab um sich zu schütteln - tja, doch noch nicht soweit. Leider haben wir hier keine großartigen Möglichkeiten am Wasser zu trainieren. Hat jemand einen See für uns??? Wir tun auch nix, wir wollen nur brav trainieren ;o))

 

Die letzte Aufgabe war das Buschieren. Wenn man Charmin's Arbeit in dieser Hinsicht kurz beschreiben mag, würde man sagen, sie war komplett out of order, zumindest in der ersten Hälfte. Nach dem Wasser war sie völlig aus dem Häuschen und am Ende dieses langen Tages hatte sie auch die Nase voll vom disziplinierten Dasein. Sie legte in dem anspruchsvollen (Kaninchenminen-) Buschiergebiet mit kniehohem Büschelgras eine erstklassige Freiverlorensuche hin und ignorierte meine Pfiffe zunächst weitestgehend.

 

Nach einigen erfolgfreien Hinweisen an die junge Dame, gab es ein unmissverständlich ernstes Gespräch zwischen ihr und mir - ach und siehe da: nun bögelte sie sich zusehends ein und ließ sich lenken. Sie war schön steady beim Sitzpfiff als die Markierung fiel und fand auch noch ein paar tote Dummys. Ihre anfänglich nicht vorhandene Ansprechbarkeit war sehr teuer. Ich weiß noch, dass der Richter mich fragte, ob sie das immer so macht *LOL* ich antwortete: Nein, sonst hätte ich sie schon längst erschossen ;o)) Wir waren uns beide sehr schnell einig, dass dies aber einen sehr großen Verlust darstellen würde! Schließlich begeistert mich dieses kleine Teufelsweib immer wieder mit ihrem Arbeitseifer!

 

Auch Charmin erreichte in ihrer Klasse den 3. Platz! Wir sind mehr als zufrieden mit diesen tollen Ergebnissen unserer beiden Youngsters!

 

Am nächsten Tag nahmen wir mit den beiden Prüflingen noch an einem Wasserseminar für Dummytrainer teil. Es war grandios - wir haben soviel Input mitnehmen können und geben uns weiter motiviert ans Training.

 

Diese folgende Erkenntnis war mir am Ende dieser zwei ereignisreichen Tage dennoch die wichtigste: Wir sind absolut auf dem richtigen Weg!

 

Ein großes Lob und noch größeres Dankeschön geht an die Ausrichter des Tests und an Dagmar Lukas für das spannende Wasserseminar. Auch bedanken möchte ich mich für die schönen Bilder, die aus den Kameras von Claudia Bruhn und Catharina Cordes stammen.


01. September 2013

2. Dummyleistungstest für Spaniels der LG Westfalen - Jagdspaniel-Klub e.V.

Bei bestem Wetter trafen sich 27 Mensch-Hund-Teams in Odenthal, um an einem tollen Event teilzunehmen: Dem 2. Dummyleistungstest der LG Westfalen. Als Richterinnen waren Cordula Wellmann und Cordula Wojahn-Willaschek geladen.

 

Ich hatte Clooney in der Stufe 1 und die Damen Charmin und Trudi in der zweiten Stufe gemeldet.

 

Meine Wackelkandidatin Trudi hatte ich erst kurz vor dem Test noch gemeldet und hätte es doch besser lassen sollen... hinterher ist man eben immer schlauer... Trudi ekelt sich vor Dummys, die von anderen Hunden bereits in den Fang genommen wurden, das führt dann dazu, dass sie die Dummys zwar findet, die Aufgabe auch wirklich gut arbeitet, aber eben nicht apportiert. Nur, wenn es sich um einen Wasserapport handelt oder, wenn ich sie verbal sehr eindringlich dazu auffordere, liefert sie das Dummy korrekt bei mir ab.

 

Im Training war sie in letzter Zeit etwas toleranter geworden... Nun ja, im Test zeigte sich dann, dass es einfach nicht ihr Ding ist... schade! Wir werden weiter daran arbeiten, mal schauen, ob wir das irgendwann "in den Griff (Fang)" bekommen. So bekam sie in der Stufe 2 auch nur 49 Punkte und belegte damit den letzten von 10 Plätzen.

 

Clooney brauchte erstmal Zeit, um "zu sich zu finden". Bei der Markierung ließ er sich von irgendetwas in der Wiese und schließlich von der nahen Fotografin ablenken, erntete dafür aber noch eine beachtliche Punktzahl. Ich hätte uns nur die Hälfte davon zugestanden ;o))

 

Beim Einweisen, welches er bereits recht gut beherrscht, war er auch nicht bei der Sache und wandelte die Aufgabe in eine freie Suche, fand dadurch zwar auch, aber das ist ja nicht der Sinn der Sache. In Freiverloren und Wasser konnte er sich besser konzentrieren und erledigte diese Aufgaben sehr schön. Dafür, dass er nicht gewohnt ist, mit mir zu arbeiten, haben wir uns als Team letztendlich nicht soooo schlecht geschlagen: Platz 13 von 17 mit 59/80 Punkten - ausbaufähig würde ich jetzt mal behaupten ;o))

 

Und nun zu Charmin - ich bin ja sooo begeistert von der Maus! Sie hat sich mit ihren gerade mal 14 Monaten super durch die Aufgaben gearbeitet und hatte bei zwei Aufgaben das Pech des ersten Starterplatzes...

Bei der Doppelmarkierung hatten alle Hunde unserer Gruppe große Schwierigkeiten das zweite Dummy reinzuholen. Der Wurf war schlecht zu sehen und der Geruch wurde in den nahen Wald getragen - Charmin vertraut halt auf ihre Nase... Erst ab dem zweiten Starter fiel dies als generelles Problem auf... schade, dass ich Charmin nicht soviel helfen durfte, wie es den anderen Startern zugestanden wurde.

 

Das Einweisen hat sie perfekt gezeigt, genauso wie die Freiverlorensuche. Ihr Buschieren ist noch ausbaufähig, da war sie doch noch ein wenig zu selbständig unterwegs, wenn auch sehr eifrig bei der Sache.

 

Am Wasser hatte Charmin großes Pech. Das Dummy fiel unterhalb der Uferböschung am anderen Ufer ins Wasser. Die Landaufgabe erledigte sie super, ins Wasser geschickt, schwamm sie sehr schön zielgerichtet, bis sie auf der rechten Seite zwei nicht weit entfernte Plastikenten entdeckte und diese anschwamm. Sie merkte erst kurz vorher, dass es sich nicht um das Dummy handelte und verfing sich dann leider in den Befestigungsschnüren unter Wasser. Sie musste sich kräftig freistrampeln und schwamm dann wieder in die richtige Richtung. Kurz vor dem Dummy befanden sich Pflanzen unter Wasser, in denen sie auch wieder etwas hängen blieb und so änderte sie die Richtung und durchpflügte den ganzen See minutenlang auf der Suche nach dem Dummy. Da sie nach und nach immer langsamer wurde, brach ich ab. Ich wollte nicht, dass das Ganze sich negativ auf ihre Wasserfreude auswirkt. Sie war schon ziemlich verzweifelt.

 

Ich bat um eine zweite Chance, zumal für die anderen Hunde das Dummy immer mitten in den See geworfen wurde. Diese Chance bekamen wir dann später... nach Zögern (Frauchen da ist nix, ich hab doch eben schon alles abgesucht) ging sie wieder ins Wasser und apportierte einwandfrei.

 

Sie erreichte in dieser starken Gruppe den 8. von 10 Plätzen mit 81/100 Punkten. Ich bin mit ihrer Gesamtleistung mehr als zufrieden! Sie hat das einfach super gemacht. Jetzt wissen wir, woran wir noch etwas intensiver arbeiten müssen.

 

Die Bilder stammen aus der Kamera von Heinz Höfling - vielen Dank dafür!


16./ 17.03.2013 - Spaniel-Dummytest und Buschierseminar in Eschwege

Die versammelte Mannschaft aus allen Ecken Deutschlands - Foto: Catharina Cordes
Die versammelte Mannschaft aus allen Ecken Deutschlands - Foto: Catharina Cordes

Die Landesgruppe Hessen-Mainfranken-Pfalz des JSpKs hatte sich viel vorgenommen: LGV Thorsten Maar, Eva Sommermann und "Gefolge" richteten ihren ersten Dummytest in einem Gebiet aus, welches uns Rheinländer vor Neid erblassen lässt: Am Rande der Werra in Albungen/ Eschwege. Das Gelände war einfach fantastisch - es bot alles, was das Spanielherz begehrt.

 

Für die morgendliche Anmeldung trafen wir (17 Teilnehmer plus Interessierte) uns im Gasthof Rost, ein paar Kilometer vom Testgelände entfernt. Für den Testtag hatte man extra das Dorfgemeinschaftshaus von Albungen angemietet - was für ein Luxus!! Hier konnte man sich immer wieder aufwärmen und wurde bestens von vielen fleißigen Spanielfreunden versorgt - ein dickes DANKESCHÖN dafür!!

 

Als Richter waren die jagdliche Prüfungsrichterin Silvia Göppert (JSpK) und Christan Breindl vom Österreichischen JSpK eingeladen und bewältigten ihre Aufgabe, genau wie die Helfer drumherum, wirklich hervorragend. Hier die Beiden bei der Teambesprechung:

Als erstes wurden nacheinander die Schleppen für die Hunde der Stufe 2 und 3 gelegt und abgearbeitet. Es war sehr interessant zu sehen, wie gut die Spanielnase funktioniert. Danach folgten Freiverlorensuche, Einweisen und Buschieren für diese Leistungsstufen. Die Wasserarbeit wurde trotz optimal vorhandenes Gewässer wetterbedingt nicht angeboten.

 

Christian Breindl lief hunderte Meter mit seiner Schleppe durch die Landschaft...

und auf zu nächsten Aufgabe...

Am frühen Nachmittag waren dann die 1er an der Reihe. Gestartet wurde mit der Freiverlorensuche. Ein Stück "Wald" mit tiefen Kuhlen, Dornengestrüpp, Unterholz und das natürlich alles schneebedeckt war unser nicht einfaches Aufgabengebiet.

Es dauerte recht lange, bis Charmin an der Reihe war. Sie freute sich sichtlich etwas "tun" zu dürfen und fegte nach Freigabe los. Leider riss sie sich ihre Nase an den Dornen auf und hatte wahrscheinlich erstmal nur den Blutgeruch in der Nase. Jedenfalls brauchte sie recht lange, bis sie das erste Dummy fand, von ihrem Engagement war ich sehr begeistert. Das zweite folgte dann auch wenig später. Sie brachte die Dummys sehr artig und hielt sie schön fest bis zur Übergabe, mit diesem Teil der Aufgabe war sie in den vergangen Wochen auch schonmal etwas kreativer ;o)) Weil sie aber recht lange brauchte, bekam sie für die Aufgabe 16/20 P.

Foto: C. Cordes
Foto: C. Cordes

Nächste Aufgabe: Die Einfachmarkierung - Charmin sollte als erstes etwa 15m frei bei Fuß bis zum Startpunkt folgen. Das klappte auch, doch dann sah sie bereits den Werfer am Ufer des kleines Sees stehen und fand ihn so super spannend, dass sie sich nicht sofort setzte, sondern eine Aufforderung von mir brauchte. Das kostete einen Punkt.

Der Helfer Christian Hiebaum machte ein Geräusch mit dem Entenlocker und warf das Dummy, nach Freigabe des Richters durfte ich Charmin schicken. Sie markierte punktgenau, nahm das Dummy sofort auf und brachte sehr zügig mit einer perfekten Übergabe!! Yes! Das brachte dann insgesamt 19/20.

Dritte und letzte Aufgabe: Das Einweisen - Trainiert nach der vorläufigen PO war die Aufgabenstellung für Charmin und mich doch etwas verwirrend. In der PO steht nichts von einem Helfer mit Entenlockergeräusch... Charmin sollte auf einen Markierstab in etwa 15-20 Meter Entfernung eingewiesen werden. Ich setzte sie an und dann ertönte die Tröte, so dass Charmin die Aufgabe überhaupt nicht mehr verstand. Sie lief als erstes zum Helfer und erwartete nun endlich mal einen Wurf. Ich rief sie ein Stück zurück und schickte sie erneut zum Ziel, das klappte dann wieder sehr gut, sie nahm das Dummy wieder zügig auf und brachte es tadellos. Die "Tröte" kostete uns 4 Punkte - daher das Ergebnis 16/20 Punkten.


Charmin's Gesamtergebnis lautete somit 51/60 Punkten und den 7ten von 11 Plätzen. Für einen neun Monate jungen ESS eine super Leistung!! Well done, little girl!!
Charmin's Gesamtergebnis lautete somit 51/60 Punkten und den 7ten von 11 Plätzen. Für einen neun Monate jungen ESS eine super Leistung!! Well done, little girl!!

Am Sonntag veranstaltete der JSpK für interessierte DummyTrainer ein Buschierseminar. Geladen waren die erfahrenen Dozenten Christian Breindl und Christian Hiebaum vom Österreichischen JSpK.

Am Abend zuvor bekamen wir bereits theoretisch sehr viel Input, um es dann am nächsten Tag in der Praxis sehen zu können. Mit Clooney hatte ich das Buschieren noch nicht begonnen, so konnte er als unerfahrener Junghund an der ersten Aufgabe teilnehmen: "Wie baue ich das Training auf"

Also, blöd hat er sich wirklich nicht angestellt :o)) Großer Vorteil: Er kann bereits den Wendepfiff, den er auch sehr artig befolgte. In der ersten Einheit war die Suche noch etwas sehr unplanmäßig, aber er verstand schnell - hier gibt es etwas zu finden.

Nach einer Pause ging es mit ihm in die zweite Runde und Pausen sind ja immer sowas von inspirierend. Clooney ließ sich schon sehr schön lenken und hatte viel Spaß daran. Nun haben wir eine tolle Anleitung bekommen und werden das nach und nach in die Praxis umsetzen.

Foto: C. Cordes
Foto: C. Cordes

Nun wurden mit den anderen Hunden Problemlösungen erarbeitet - z.B., wenn die Hunde sich nicht so gut ansprechen lassen, zu weit oder zu kurz gehen usw. Es war sehr interessant, wie die Profis so etwas arbeiten und ich hoffe, dass wir in Zukunft noch öfter solche "TrainerTrainings" haben werden!!!


Fotos: C. Cordes
Fotos: C. Cordes

21. September 2012

2. Dummy-Leistungstest des Jagdspaniel-Klubs e.V. - LG Nordmark

In Verbindung mit zwei großen SRAs in Lübeck richtete die Landesgruppe Nordmark am Freitag den 2. Dummytest des JSpKs aus. Leider war die Beteiligung diesmal nicht so hoch wie in Scheuren, einige Teilnehmer mussten zudem aus guten Gründen kurzfristig absagen. So gingen sechs hochmotivierte Teams an den Start. In der Stufe 1 waren vier Hunde anwesend, in Stufe 2 und 3 lief jeweils ein Hund. Gerichtet wurde der Test von der jagdlichen Leistungsrichterin Cordula Wellmann.

 

Nachdem Lotta's Welpen ausgeflogen waren, hatte ich angefangen, mit ihr an den Dummyaufgaben zu arbeiten. Ob sie die Stufe 1 des Dummytests bestehen würde? Ich wusste es nicht, viel praktische Erfahrung hatte sie jedenfalls noch nicht, aber sehr viel Spaß an der Arbeit! So meldete ich sie einfach, um Erfahrung zu sammeln.

 

Trudi hatte in Scheuren die erste Stufe geschafft und seither hatte ich fleißig mit ihr weiter trainiert. Sie hatte bis vor kurzem sehr wenig Wassererfahrung, außer Plantschen und einem unglücklichen Zoppen beim Schwimmen hatte sie mangels Gelegenheit (wir haben hier sehr wenig geeignete Gewässer) noch keine große Übung. Nach dem Zoppen hatte sie erstmal keine Lust auf tieferes Wasser.

 

Wir haben dann an einem Training der LG Westfalen am Wasser teilgenommen, da platzte der Knoten und sie schwamm wieder. So meldete ich sie in Stufe 2 in der Hoffnung, dass sie die Fächer "Einweisen" und "Wasser" schaffen würde.

 

Aber der Reihe nach: Am Startpunkt fanden wir ein traumhaftes Gelände vor, mit allem, was das Spanielherz begehrt. Wenn wir hier so etwas nur hätten... Das Wetter war fantastisch und alle Leute supernett - was will man mehr?

 

Der Test begann mit der Schleppe für die Stufe 3. Es war sehr interessant zu sehen, wie schön die IWS-Hündin Miss Marple ihre Schleppe abarbeitete.

Danach folgte der Gehorsamsteil für Stufe 1. Lotta war an der Reihe. Sie sollte mich eine Weile "bei Fuß" durchs Gelände begleiten, danach wurde sie abgesetzt. Ich entfernte mich auf Anweisung 20 Meter und bekam dann das OK für den Kommpfiff. Alles klappte super, Lotta bekam die volle Punktzahl: 20/20.

 

Nun war die Markierung an der Reihe. Zuerst für Stufe 3. Danach startete Trudi. Sie sollte eine Doppelmarkierung auf 50 Meter im 90°-Winkel mit Geländeübergängen arbeiten. Sie hat alle Teile dieser Aufgabe (Steadyness, Markieren, Apportieren) zu meiner vollsten Zufriedenheit gelöst!! Leider kam sie mit dem ersten Dummy in einem leichten Bogen (keine Ahnung warum..) zurück, dafür zog ihr die Richterin einen Punkt ab. Also kamen wir auf 19/20 Punkten!!

Lotta hatte in Stufe 1 die Aufgabe, ein Dummy auf 30 Meter zu markieren und ordentlich zu bringen. Sie war schön steady und erwartete mein Signal zum Apport. In den letzten Tagen hatte ich mir überlegt, mein Apportiersignal umzustellen. So etwas sollte man wohl nicht vor einem Test machen...

 

Jedenfalls gab es mit Lotta dann ein leichtes Verständigungsproblem, weil ich mich missverständlich ausgedrückt habe und so lief sie die ersten 10 Meter nicht in vollem Tempo. Das kostete uns einen Punkt. Ansonsten hat sie die Aufgabe schön gelöst. Ergebnis 19/20 Punkten.

 

Nächster Punkt: Freiverlorensuche. Trudi hatte ein Feld von 50x50 Metern abzusuchen. Es lagen vier Dummys. Sie suchte eifrig mit viel Tempo, aber leider etwas unsystematisch und verließ das Suchengebiet zweimal, so dass ich sie zurückschicken musste. Trotzdem fand und brachte sie die geforderte Menge Dummys und lieferte sie ordentlich bei mir ab. Für ihre Suche bekam sie 16/20 Punkte.

 

Mit Lotta hatte ich dieses Fach noch nicht trainiert. Sie kennt aber den Begriff "Such" und so hoffte ich, dass sie die Aufgabe verstehen würde. Ich schickte sie in das Gebiet von 30x30 Metern, in dem 5 Dummys lagen. Sie lief los, blieb nach kurzer Zeit stehen und schaute mich fragend an. Da ich nicht reagierte, setzte sie ihre Suche nach kurzer Zeit fort. Sie suchte ordentlich, fand ein Dummy und legte es leider sofort wieder hin...das kostete 5 Punkte. Die nächsten zwei gefundenen brachte sie ordentlich zurück. Gesamtpunktzahl: 15/20.

Buschieren - die gelenkte Suche, eine Spezialität für Spaniels. In dem wildreichen Gebiet und mit hochmotivierten Hunden ein schöne Herausforderung..

 

Lotta suchte schön und ließ sich gut lenken, sie ließ aber ein paar Punkte, weil ihr doch noch die Übung fehlt. Gefundene Dummys brachte sie ordentlich zu mir, saß brav auf Pfiff ab und bekam für diese Arbeit 17/20 Punkten.

Trudi wurde zudem in ihrer Stufe noch mit einem Running Rabbit konfrontiert. Leider war Trudi zu Anfang noch im "Freiverlorensuchen-Modus"... lief sehr schnell sehr weit raus und brachte zuerst das am weitesten von uns entfernte Dummy - das dafür aber sehr schnell ;o)) Danach erklärte ich ihr die eigentliche Aufgabe noch mal für "Übereifrige" und siehe da - es fluppte. Das Running Rabbit flitschte mitten in der Suche, das war das Signal für den Sitzpfiff, das klappte sehr gut. Wegen ihrer sportlichen Interpretation zu Beginn büßte sie Punkte ein und bekam für's Buschieren 16/20 Punkten.

Es folgte das Fach "Einweisen". Lotta sollte auf 20 Meter auf einen Signalstab eingewiesen werden. Dort lag ein Dummy, das galt es zu bringen. Alles klappte sehr gut, bis auf dass sie einen ganz kurzen Moment bei der Aufnahme zögerte, das kostete uns einen Punkt: 19/20.

Trudi's Aufgabe bestand darin, auf 30 Meter mit Geländeübergang eingewiesen zu werden. Dort angekommen, sollte der Sitzpfiff folgen. 20 Meter rechts vom Stab lag ein Dummynest. Daraus sollte sie auf Signal eins holen. Die erste Schwierigkeit bestand darin, dass ein Helfer im Gebüsch zu sehen war, das irritierte Trudi ziemlich.


Als sie sich auf meine Anweisung konzentrieren konnte, ging alles ganz schnell - sie schoss gerade raus, setzte sich mit einer Sekunde Verzögerung am Stab und holte mit Tempo eins der Dummys. Ihre anfängliche Unkonzentriertheit kostete sie 2 Punkte - also hieß das Ergebnis 18/20.

Als letztes Fach kam die Markierung am Wasser. Diese Aufgabe gibt es erst ab Stufe 2, so waren nur Trudi und Miss Marple am Start. Trudi's Aufgabe: Sie saß bei Fuß nahe am Wasser. Wir standen auf einem kleinen Wall, das Ufer war bewachsen, es gab aber einen kleinen Einstieg ohne Bewuchs. 30 Meter entfernt stand ein Helfer, der auf Anweisung ein Dummy mit Geräusch ins Wasser warf. Nachdem die Richterin sah, dass Trudi steady war (Steadyness = ruhiges Warten), musste ich mich mit ihr frei bei Fuß folgend etwa 20 Meter vom Wasser entfernen.


Es ging etwas bergab, so dass wir beide das Ufer und das Wasser nicht mehr sehen konnten. Auf das Startsignal durch die Richterin schickte ich Trudi Richtung Dummy. Leider konnte ich nicht sehen, was sie da machte - ich hörte es nur platschen... Da sie aber nach sehr kurzer Zeit mit Dummy im Fang auf mich zulief, dachte ich nur "genial, dieses Mädel" und wurde abrupt auf den Boden der Tatsachen zurück geholt.


Trudi ließ (das hat sie ja noch nie gemacht - ich schwör's) das Dummy 5 Meter vor mir fallen - nicht um sich zu schütteln, sondern um sogleich ein vermeintliches zweites zu holen *grmpf*. Erst mit deutlicher Aufforderung gelang es mir, sie von ihrem Vorhaben abzubringen und mir das Dummy zu reichen. DAS kostete Punkte... Weil sie aber alles andere wirklich toll gelöst hat, gab es noch satte 11/20.


Die Gesamtwertung

Stufe 1

1. Platz: Holly (Destiny von der Pulvermacherei), eine 8jährige Cockerdame mit Svenja Arendt 93/100

2. Platz: Lotta (High Score Break The Silence), ESSH, 3 Jahre mit Susanne Menten 90/100

3. Platz: Houdini (Sporty Springers Houdinis Lightning), ESSR, 16 Mo. mit Sandra Kreibich 87/100

4. Platz: Crazy (Sporty Springers Crazy Blizz), ESSH, 5 Jahre mit Sandra Kreibich 83/100


Stufe 2

1. Platz: Trudi (Felicitous Africa), ESSH, 20 Monate mit Susanne Menten 80/100

1. Platz: Miss Marple (Green Socks Ready For Take Off), IWSH, 4,5 Jahre mit Dagmar Lukas 112/120


Alle Teams haben eine sehr gute Leistung gezeigt!!!


Die Siegerehrung wurde auf den nächsten Tag gelegt. Sie sollte im Rahmen der SRA in Lübeck stattfinden. Die Veranstalter hatten zusätzlich noch einen Ehrenpreis ausgelobt: Bester Hund Work & Show! Das hieß, die Punkte des Dummytests wurden mit dem Ergebnis der auf der Show erreichten Erfolge addiert. Lotta gewann die Championklasse und konnte am Ende den Preis für sich verbuchen!!

Lotta wurde "Bester Hund Work & Show"

Ich bin mächtig stolz auf meine Mädels. Ihre Arbeitsweise unterscheidet sich beträchtlich, beide haben sich auf ihre Art super gezeigt. Trudi ist eher der ZZ-Typ (ziemlich zügig ;o)) und Lotta löst die Aufgaben mit Überlegung und sehr gleichmäßigem Tempo. Ich habe nun wieder Anhaltspunkte, woran wir weiter arbeiten müssen...

 

Bedanken möchte ich mich bei den Nordmärkern für die Ausrichtung dieses Tests. Allen voran bei Dagmar Lukas und ihren fleißigen Helfern. Bei Cordula Wellmann, die ein gutes Auge bewiesen und so schöne Abschlussworte gefunden hat. Ein herzliches Dankeschön ist auch noch mal für die fantastischen Preise fällig, die Nordmärker waren sowas von spendabel :o)) Wir sind beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder mit dabei!!!


24. August 2012 - Spanieltreffen in Grevenbroich

26. August - 1. Dummy-Leistungstest des Jagdspaniel-Klubs e.V.

Vergangenen Sonntag fand der erste Dummy-Leistungstest speziell für Spaniels der Landesgruppe Westfalen des JSpKs in Odenthal statt. Zur Einstimmung trafen sich die Angereisten am Freitagnachmittag in Grevenbroich zu einem netten Spanielspaziergang, um anschließend bei Birgit Funk zu schlemmen und zu fachsimpeln - ein toller Abend auch für die Fleckentiere, sie konnten sich nach Herzenslust im Garten und dem dazugehörigen Teich vergnügen :o))

Hier geht es zum Album...

 

Die Wetteraussichten für Sonntag versprachen viel Wasser von oben - also bestes Spanielwetter ;o)) So kam es dann auch, das Nass machte nur kleine Pausen, aber das konnte die gute Stimmung nicht trüben. Es war eine rundum sehr gelungene Veranstaltung, die Organisatoren und die Helferlein taten ihr Bestes, um uns einen tollen Tag zu bieten. DANKE DAFÜR!!

 

Da es den ganzen Tag dauern sollte, haben wir (Sabine und ich) die drei kleinen MacLottas auch gleich mitgenommen, so reisten wir mit sieben Spaniels im Gepäck an. Wegen des Wetters stellten wir unser Zelt auf, darin den Welpenauslauf, die drei hatten mächtig viel Spaß. Paula (Cocoloco) bekam dann nachmittags auch noch Besuch von ihrer Familie, die nur noch bis kommenden Freitag warten muss, dann ist es soweit: Urlaub! - Paula darf umziehen.

 

Gemeldet hatte ich Mama Luise und ihre Tochter Trudi für die Stufe 1 des Leistungstests. Eigentlich war Trudi mein Wackelkandidat - dachte ich zumindest - aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!! Luise war von Anfang an sehr fahrig, überhaupt nicht bei der Sache. Ihr Tempo hatte etwas von Schneckenpost - also eigentlich so gar nicht meine Luise - so büßten wir hier und da ein paar Punkte ein. Sie war bis vor einer Woche läufig, nur so kann ich mir ihr Stimmungstief erklären. Aber hier ihre Bewertungen im Einzelnen:

 

1. Freiverlorensuche: 12.5 von 20 Punkten

Luise ging nicht vernünftig raus und hat erstmal die vorherige Rüdenmarkierung übermarkiert *grummel*, erst nach mehreren Anläufen nahm sie die Suche an und brachte dann flott die Dummys ordentlich rein.

 

2. Unterordnungsteil: 16 von 20 Punkten

Frauchen ist ja sooo blöde - so kann man unseren Punktverlust interpretieren. Ich hatte vergessen, dass ich meine Dummytasche noch auf der linken Seite umhängen hatte, dieser weichte Luise beim Fußgehen mehrmals auf die rechte Seite aus und ich Trottel habe die Tasche nicht mal gemerkt... Absitzen und auf Pfiff reinkommen haben aber gut geklappt.

 

3. Markierung: 18.5 von 20 Punkten

Hat wirklich gut geklappt, bis auf Luise's Tempo... ;o))

 

4. Einweisen: 19 von 20 Punkten

Hier wurde wieder ein Punkt für's Tempo abgezogen, ansonsten hat sie es gut gemacht.

 

5. Buschieren: 16 von 20 Punkten

Es goss wie aus Kübeln, mir lief das Wasser durch die Augen, der Regen kam waagerecht. Luise kniff die Augen ebenso und hatte keine wirklich große Lust, trotzdem holte sie geforderte Menge Dummys, das rechne ich ihr hoch an!

 

Ihre Gesamtpunktzahl: 82 von 100 - damit erreichte sie den siebten Platz von 11 gemeldeten und 10 anwesenden Spaniels.

 

Trudi hatte sich vorgenommen, mir einen schönen Tag zu bereiten:

 

1. Freiverlorensuche: 17 von 20 Punkten

Bis vor kurzem hatte ich noch das Problem, dass Trudi nur ihre eigenen Dummys brachte. Wir haben fleißig daran gearbeitet und so hoffte ich einfach nur, dass sie die fremden Dummys annehmen würde. Ich schickte sie ins Suchengebiet und sie schoss raus, dass es eine Freude war, sie suchen zu sehen. Schnell zeigte sie mir sehr subtil das erste Dummy an und *grummel* ließ es liegen "ist ja nicht meins"... Mit dem schnell gefundenen zweiten lief es genauso, sie suchte im gleichen Tempo weiter. Ich beschloss die Nerven zu behalten und sie machen zu lassen. Trudi stellte dann voller Entsetzen fest, dass dort nur fremde Dummys lagen und schwubs, brachte sie mir ziemlich schnell die geforderte Menge - geht doch :o))

 

2. Unterordnungsteil: 16.5 von 20 Punkten

Trudi lief brav die Fußstrecke mit und patzte das allererste Mal (wirklich - ich schwör's!) beim Absitzen und Reinpfeifen. Ich setzte sie ab und hinter meinem Rücken stand sie kurz auf ging zwei Schritte und saß wieder, als ich mich zu ihr umdrehte. Mir fiel die veränderte Position auf und dachte nur - das glaube ich jetzt nicht...

 

3. Markierung: 17.5 von 20 Punkten

Super Start, sofort gefunden und aufgenommen, mit viel Tempo zurück und dann...geknautscht - AUTSCH und Punkte futsch...

 

4. Einweisen: 16 von 20 Punkten

Trudi hatte es schwer, leider bewegten sich in der Richtung, in die ich sie schicken sollte einige Menschen mit Hund im Hintergrund, dadurch verstand sie die Aufgabe nicht mehr. Ich musste näher herangehen, damit sie sich aufs Ziel konzentrieren konnte. Dann klappte es sehr gut - aber eben mit dickem Punkteverlust...

Foto: H. Holzapfel
Foto: H. Holzapfel

5. Buschieren: 16 von 20 Punkten

Trudi buschierte eigentlich ganz ordentlich, bis auf die Tatsache, dass sie ein paar Mal meinen Wendepfiff ignorierte, das kostete Punkte. Aber ich war glücklich mit ihrem Engagement.

 

Ihre Gesamtpunktzahl: 83 von 100 - damit erreichte sie den fünften Platz (punktgleich mit Platz 4) von 11 gemeldeten und 10 anwesenden Spaniels.

 

Das insgesamte Niveau war sehr hoch, wie die Richterin Inger Handegard am Ende des Tages resümierte. Alle Spaniels haben bestanden und die Punktzahlen lagen sehr eng beieinander. Wir bekamen alle eine ausführliche Erklärung zu unserer Arbeit mit den Hunden, was ich persönlich sehr interessant fand und wenn man dann noch solch einen Satz hört: "I really like this dog", ist man mehr als zufrieden und wünscht sich zum nächsten Leistungstest wieder eine solch tolle Atmosphäre!


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